Wärmedämmung mit Förderung

Die Wärmedämmung von Fassade und Dach zählt zu den wichtigsten Maßnahmen, um Energie im Haus zu sparen. So beginnt das Energie sparen in den eigenen vier Wänden. Gut ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland ist auf den Gebäudebereich zurückzuführen. In ungedämmten Altbauten geht oft sehr viel wertvolle Heizenergie über die Außenwände verloren. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss also hier eingespart werden.

Deshalb fördert der Gesetzgeber das energetische Sanieren und die Wärmedämmung mit zahlreichen Maßnahmen. Anfang 2021 ist dazu die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft getreten. Sie löst vorherige Förderprogramme ab. Zuschüsse und eine einfache Beantragung sollen das Sanieren noch attraktiver machen.

1. Wie werden die Förderprogramme neu strukturiert?

Mit der BEG wird die Förderung auf eine neue Plattform gestellt. Um für mehr Transparenz und Einfachheit zu sorgen, gibt es nur noch drei Förderprogramme: für Einzelmaßnahmen wie eine Wärmedämmung im Altbau, für Neubau und Komplettsanierung von Wohngebäuden sowie für Neubau und Komplettsanierung von Nichtwohngebäuden. Dabei können Hauseigentümer wählen zwischen Zuschüssen, die beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden, oder Förderkrediten, die von der KfW vergeben werden.

2. Welche Förderung gibt es für eine Wärmedämmung?

Die Wärmedämmung zählt zu den Einzelmaßnahmen, die gefördert werden. Der Zuschuss beträgt 20 Prozent für Gesamtkosten von bis zu 60.000 Euro pro Sanierungsmaßnahme – das heißt, bis zu 12.000 Euro erhält der Hauseigentümer zurück. Der Antrag muss allerdings zwingend vor der Sanierung gestellt werden. Und zu den Voraussetzungen zählt außerdem, dass ein Fachbetrieb die Arbeiten übernimmt. Für Eigenleistungen gibt es keinen Zuschuss. Der Antrag wird – statt wie bisher bei der KfW – beim BAFA gestellt.

3. Gibt es weitere Anreize für das Sanieren?

Einen zusätzlichen Bonus von fünf Prozent können sich Hauseigentümer sichern, wenn sie vor der Sanierung einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) durch einen Energieberater erstellen lassen. Im Zuge dieser Planung nimmt der Berater eine Ist-Analyse vor und hält alle Maßnahmen, beispielsweise von der Wärmedämmung bis zur Heizung, fest, die für das jeweilige Gebäude empfehlenswert sind. Die Maßnahmen können im Anschluss einzeln umgesetzt werden und werden jeweils auch einzeln bezuschusst. Die Erstellung des Sanierungsfahrplans selbst wird mit bis zu 80 Prozent unterstützt.

4. Warum ist die Wärmedämmung so wichtig?

Eine effektive Wärmedämmung der Gebäudehülle minimiert nicht nur dauerhaft Energieverluste, sondern wirkt sich auch positiv auf das Raumklima aus: „Ein klammes Raumgefühl im Winter ist damit ebenso passé wie überhitzte Räume im Sommer, die Dämmung steigert dauerhaft das Wohlfühlen im Zuhause“, erklärt Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung des Industrieverbands Hartschaum e. V. (IVH). Bewährte Materialien wie EPS verbinden hohe Effizienz mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis, sie schützen die Fassade über viele Jahrzehnte. Zahlreiche Informationen zur nachhaltigen Wärmedämmung gibt es etwa unter ❥ www.mit-sicherheit-eps.de.

5. Gibt es Alternativen zur BEG?

Neben der Bundesförderung besteht weiterhin die Möglichkeit, Steuervorteile zu nutzen. Dabei lassen sich 20 Prozent der Ausgaben für eine Wärmedämmung verteilt auf drei Jahre bei der Einkommensteuer geltend machen.

  • Wärmedämmung an der Außenfassade: IVH / Felix Scholz