Wasservorrat in eigener Zisterne

Frau mit Gartenschlauch bewässert Pflanzen
© djd/Otto Graf

In den letzten Jahren ist Deutschland immer weniger ein regenreiches Land. Niederschlag bleibt aus, es gibt Dürren, Landwirte haben zu kämpfen und die Auswirkungen sind an den Grundwasserständen spürbar. Hier gibt es große regionale Unterschiede zwischen sehr regenreichen Gebieten etwa am Alpenrand im Süden und ariden Regionen beispielsweise im Nordosten.

Aber: Selbst in regenreichen Jahren kann es vorkommen, dass nicht genug Wasser in den Boden gelangt, um die Grundwasserreservoirs aufzufüllen. Ein Grund dafür sind Starkregen. Große Niederschlagsmengen in kurzer Zeit kann der Boden nur teilweise aufnehmen. Ein Großteil des Wassers versickert daher nicht, sondern fließt in die Kanalisation oder Bäche und Flüsse ab.

Auch künftig ist daher, wie bereits in den letzten Jahren, regional zu Trinkwasserknappheit mit Einschränkungen zum Beispiel bei der Gartenwassernutzung zu rechnen.


Regenwasser für Garten, Waschmaschine und WC nutzen

Für Hausbesitzer ist es aber leicht, sich etwas unabhängiger von der regionalen Trinkwasserversorgung zu machen. Zum Beispiel kann eine Regenwasserzisterne im eigenen Garten das Regenwasser speichern und über längere Zeit als Vorrat bereithalten. So steht bei richtiger Dimensionierung des Tanks genügend Wasser zur Verfügung, um Pflanzen und Rasen auch in Hitzeperioden optimal zu pflegen.

Wie groß der Tank ausfallen muss, hängt von den Dimensionen des Hauses und des Gartens, von den regionalen Regenmengen und vom geplanten Einsatzzweck ab. Informationen und Planungstipps gibt die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. unter ► www.fbr.de.

Gesammeltes Regenwasser eignet sich übrigens nicht nur zur Gartenbewässerung, es kann auch im Haus für den Betrieb der Waschmaschine oder die Toilettenspülung genutzt werden.

Die Folgen von Wetterextremen mildern

Neben der Versorgungssicherheit spart die Nutzung einer Regenwasserzisterne auf Dauer Geld. Zum einen ersetzt sie einen großen Teil des teuren Trinkwassers und senkt so die Wasser- und Abwasserrechnung. Zum anderen gewähren viele Kommunen auch Abschläge für die Gebühren der Dachentwässerung. Aus gutem Grund: Regenwasserspeicher können auch einen Beitrag leisten, um die Überlastung der Kanalisation und die Hochwassergefahr in Wasserläufen in der Folge extremer Regenfälle zu reduzieren.