Modernisieren mit der Wärmepumpe

Familie an der Heizungsanlage im Keller

Erdgas aus dem fernen Sibirien zu beziehen, scheint für viele Hausbesitzer nach wie vor näherliegender zu sein, als Wärme für das Haus aus dem eigenen Garten zu nutzen. Warum eigentlich? Viele Eigentümer von Altbauten glauben, dass sich eine Wärmepumpe, die Umweltwärme aus dem Boden, dem Wasser oder der Luft verwendet, für eine Modernisierung nicht eignet. Das ist falsch.

Im Neubau ist sie nach der – von fossilen Brennstoffimporten abhängigen – Gasheizung bereits das zweitbeliebteste Heizsystem: die umweltfreundliche Wärmepumpe. Doch im Gebäudebestand liegt ihr Marktanteil bei unter fünf Prozent. Lediglich 17 Prozent der 21 Millionen Heizungen in Deutschland sind effizient und nutzen Erneuerbare Energien.

Bedenkt man, dass ein Haus häufig für 100 Jahre bewohnt und an Kinder und Kindes Kinder vererbt wird, belastet ein ineffizientes Gebäude mit einer veralteten Heizung die Klimabilanz kommender Generationen und bürdet ihnen die Kosten einer energetischen Sanierung auf. Dabei belegen zahlreiche Beispiele auf www.waermepumpe.de und die Erfahrung versierter Handwerker, dass sich Wärmepumpen auch für die Modernisierung in Bestandsgebäuden eignen.

Frank Börsch vom Wärmepumpen-Fachbetrieb räumt mit Vorurteilen auf: „Bestehende Heizkörper können größtenteils weiter verwendet werden. Stimmt die Vorlauftemperatur, lässt sich jederzeit eine Wärmepumpe einsetzen“ – auch ohne Fußbodenheizung. So finden sich Wärmepumpen in Plattenbauten, Kirchen und mittelalterlichen Fachwerkhäusern ebenso wie in Villen aus dem 16. Jahrhundert und Gründerzeit- oder 60er-Jahre-Bauten! Ein Gewinn auf ganzer Linie, können so doch sowohl energetische Potenziale gehoben als auch Besserungen im Bereich Komfort und Behaglichkeit realisiert werden.

Das spiegelt sich auch im Gebäudeenergieausweis wider und ist ein wichtiges Argument beim Hausverkauf. Während gemäß neuer Förderrichtlinien fossile Heizsysteme in absehbarer Zeit nicht mehr bezuschusst werden, bleibt die Wärmepumpe förderfähig.

Mehr dazu gibt es unter www.waermepumpe.de.

Bildquelle:

  • Familie an der Heizungsanlage im Keller: Bundesverband Wärmepumpe